Kleid Burda 11/2012

Schon seit Wochen ist dieses Kleid fertig. Aber erst heute Morgen konnte ich mich aufraffen die Knöpfe anzunähen.

Mit der Weste von letzter Woche.

  
Schnell die Weste ablegen.

  
Ohne geht auch, aber mit gefällt es mir besser.

  
Der Stoff ist vom Stoffmarkt in Aachen. Die einzige Änderung am Schnitt sind die Knöpfe an den Manschetten. Burda sieht da Schlupfmanschetten vor. Unsicher bin ich noch bezüglich des Kragens. Er ist ungewohnt groß.

Hier  der Link zum MMM.

Weste Burda 11/2012

Im Moment habe ich die Burda wieder für mich entdeckt und schon ein zwei Sachen genäht. Dieses Mal habe ich mich für eine Weste entschieden. Ich wollte eine die nicht so klassisch aussieht und vor allem auch über meinen Romanitkleidern tragbar ist.

  
Der Stoff ist vom Lütticher Stoffmarkt im Herbst. Ein etwas dickerer Wollstoff mit ganz leichtem Glitzer und ein wirklich hervorragendes Kunstleder welches ich schon für diesen Mantel verwendet habe. Leider habe ich nicht mehr gekauft. Aber er war mit 18€ pro Meter auch kein Stoffmarktschnäppchen.

Und hier noch der Link zum MMM.

Live from Munich

Eine glückliche Fügung sorgt dafür das ich diese Woche in München verbringen darf. Mein absolutes Highlight bisher, die Gaultier Ausstellung in der Münchner Kunsthalle. Sehr umfangreich, man kann die Objekte gut aus der Nähe betrachten und eine Animation der Gesichter sorgt für eine lebendigen Effekt bei den Puppen. Ein Laufband mit Puppen auf einem Laufsteg vermittelt den Eindruck bei einer Fashionshow dabei zu sein. Mir hat diese Ausstellung deutlich besser gefallen als die Lagerfeld-Ausstellung in Bonn.

Nun aber zu meinem heutigen MMM Outfit.

   

  

 

Der Schmitt ist der gleiche wie hier. Die von Burda vorgesehene Schleife habe ich gegen eine krawattenartige Version ersetzt. Für die Manschetten habe ich ausversehen ein breiteres Schnittteil von einem anderen Schnitt verwendet und musste das Ganze in Form einer doppelten Manschette mit selbst gemachten Manschettenknöpfen retten.

   

 

Die Knöpfe sind nicht meine erste Wahl, aber es waren die einzig passenden aus meinem Vorrat. Da wird es noch andere geben.    

Und hier der Link zum MMM.

 

Chloe aus La Maison Victor

Schon länger stand dieser Mantel auf meiner Wunschliste. Allein die Stoffauswahl bereitete mir Schwierigkeiten.

Die Versionen aus Strickstoff, die ich im Internet gefunden habe, waren nicht überzeugend. Also musste etwas festeres her. Und nachdem ich diese Version gesehen hatte war klar es müssen Kunstlederärmel dran.


  

Der gemusterte Stoff ist ein Coupon vom Stoffmarkt in Lüttich und das Kunstleder auch. Das Kunstleder war mit 18€ kein Schnäppchen, hat aber während der Verarbeitung durch seine Qualität überzeugt. Ein bisschen ärgert es mich das ich nicht mehr davon gekauft habe. So ein Lederrock in dunkelblau würde mich noch reizen.Ich trage meine Chloe sehr gern. Sie bietet genau die richtige Mischung zwischen Sommer- und Wintermantel.

 

Blusenherbst

Burda und ich, das ging bisher gar nicht. Nichts desto trotz besitze ich etliche Ausgaben dieser Zeitschrift. Auf der Suche nach einem lässigen Blusenschnitt bin ich in der Ausgabe 12/2013 fündig geworden. 

  

 

  
  
Versuch macht klug und dieser Versuch hat sich eindeutig gelohnt. Das Blüschen trägt sich wunderbar und bekommt auf jeden Fall noch einen Nachfolger. 

Mein Sommerjäckchen…

…im Herbst.

Genäht habe ich die Jacke nach dem Besuch der Lagerfeld-Ausstellung in Bonn. Näheres zur Verarbeitung nach meiner Ruck Zuck Methode habe ich hier geschrieben. Der Schnitt ist aus einer “Meine Nähmode” älteren Datums.

Die Jacke ist ein echter Alleskönner. Sie passt zur Jeans genau so gut wie zum Kleid.

Mehr selbst genähtes gibt es hier.

 

Ein Chaneljäckchen ist keine Zauberei

Im Sommer war ich in der wunderbaren Begleitung von Andrea und Susanne in der Lagerfeldausstellung in Bonn.

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Die Ausstellung ist ja in einigen Blogs hoch gelobt wurden. Ich fand sie gut, aber nicht überragend. Die Modelle konnte man sich relativ gut auf den Puppen anschauen. Ich persönlich hätte gern ein paar Fotos am Model gesehen. Und wenn möglich auch die dazu gehörigen Skizzen. Insgesamt war ich über die gute, aber nicht herausragende Verarbeitung erstaunt. Das hat mir Mut gemacht, das mir ein “Chaneljäckchen” auch akzeptabel gelingen könnte.

Einige kennen sicher das Buch von Claere Schaeffer zu diesem Thema. Natürlich habe ich es auch hier liegen und gelesen. Insgesamt war mir diese Art der Fertigung aber zu aufwendig. Für alle denen es ähnlich geht, habe ich den Werdegang der Jacke mit Fotos dokumentiert.

Mein Stoff ist von Linton Fabric. Die haben eine sehr schöne Auswahl und eine gute Qualität. Das Ganze nicht zum Schnäppchenpreis, aber es lohnt sich mal rein zu schauen. Die Lieferung erfolgte rasend schnell. Da kann sich so mancher deutscher Shop eine Scheibe abschneiden.

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Mein Schnittmuster ist aus “Meine Nähmode” . Ich habe den Schnitt schon einmal genäht und wusste das er gut sitzt.

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Alles feststecken und zuschneiden. In meinem Fall ist der Schnitt schon incl. 1,5 cm Nahtzugabe.

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Da der Stoff sich schlecht mit Kreide markieren lässt habe ich einfach einen goldenen Lackstift genommen. Das Ganze verschwindet ja eh in der Nahtzugabe.

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Danach werden die Armkugel,

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die Armausschnitte,

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Halsausschnitte und vorderer Ausschnitt/Revers mit Einlage verstärkt. Ebenso die Schulternähte.

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Futter in der selben Größe zuschneiden und einfach per Sprühzeitkleber (gibt es im Patchworkbedarf) auf den Stoff aufkleben.

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Ich lege das Futterteil auf die Stoffrückseite, klappe eine Hälfte nach oben und sprühe den Kleber auf. Die Randbereiche lasse ich frei. Da es sich um einen Sprühzeitkleber handelt braucht man da aber nicht so genau zu sein. Sollte der Futterstoff zu nah an der Nahtzugabe kleben kann man ihn ohne Probleme wieder abziehen. Nun den Futterstoff faltenfrei wieder auflegen und genau so mit der anderen Hälfte verfahren.

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Jetzt im Abstand von 4 cm zu den Nahtzugaben und 6 cm zum Saum Futter und Stoff mit Steppnähten verbinden. Das gibt dem Stoff mehr Stabilität.

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Mit eine Stichlänge von 5 mm funktioniert das gut.

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Wenn vorhanden ist ein Obertransportfuß nützlich.

 

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Ich beginne in der Mitte und arbeite dann abwechselnd zu den Seitennähten hin. Das mache Ganze mache ich einfach frei Hand.

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Später sind die Nähte auf dem Oberstoff kaum zu erkennen.

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So sehen die fertig gesteppten und gebügelten Teile aus.

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Jetzt die Nähte des Oberstoffes stecken und nähen. Hier ist es jetzt wichtig das nicht zu nah an der Nahtzugabe Futter und Oberstoff zusammen gesteppt wurden. Sonst reicht der Platz nicht für die Naht.

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Naht auseinander bügeln.

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Eine Hälfte des Futters glatt auf die auseinander gebügelten Nahtzugaben des Oberstoffes klappen und bügeln.

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Die Nahtzugabe der zweite Hälfte des Futters einschlagen, auf die erste (nicht eingeschlagene) Futterhälfte legen und fest stecken. Das Ganze auch wieder bügeln.

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Die Futternaht jetzt per Hand schließen. Das hört sich nach viel Arbeit an, läuft aber ganz gut wenn man einmal angefangen hat. So wird mit allen Nähten verfahren.

Von den vorderen Ausschnittnähten habe ich leider keine Fotos. Im Prinzip werden sie wie die Saumnähte gearbeitet.

Je nach Stoff und Schnitt kann es nötig sein in der Ärmelnaht einen Vliesstreifen zur Unterstützung der Form einzuarbeiten. Dann den Ärmel einsetzten und die Futternähte schließen.

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Auch der Saum wird mit einem Einlagestreifen verstärkt.

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Oberstoff in der passenden Saumlänge um bügeln. Futter passend kürzen.

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Futtersaum einschlagen, fest stecken und bügeln. Saumnaht auch per Hand schließen.

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Auch die Ärmelsäume werden genau so gearbeitet.

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Jetzt alles noch einmal ausbügeln und voila, fertig ist mein Chaneljäckchen. Wer mag kann die vorderen Ausschnitte noch mit Borte usw. verzieren.

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Hosenwetter

Der Herbst begrüßt mich heute mit Regen. Das perfekte Wetter um die frisch genähte Hose auszuführen.
Der Schnitt ist mein eigener. Der Stoff ein Elastic-Jacquard vom Stoffmarkt in Aachen. Ein breiter Gummibund macht die Hose gemütlich.

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Bequem wie eine Jogginghose und auf Arbeit gut tragbar. Für mich die ideale Hose. Mehr herbstliches gibt es heute hier.

Feintunning am Sommerkleid

Hier hatte ich von meinem ersten Sommerkleid nach eigenem Grundschnitt schon einmal geschrieben. Leider waren noch einige Fehler drin. Hier kommt jetzt die überarbeitete Version. Aus dem Grundschnitt, ohne Zugaben, Ausschnitt etwas eingekniffen und Armausschnitte nach vorn etwas vergrößert.

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Das Kleid trägt sich wunderbar und ich mag es sehr gern. Der etwas verkniffene Gesichtsausdruck ist der Hitze geschuldet. Eventuell setze ich die Taille noch einen knappen cm tiefer.

Und weil es heute passt verlinke ich hier.