Der Mantel .. zweiter Teil oder ich kann mich einfach nicht entscheiden

Theoretisch könnte ich schon seit einer Woche meinen neuen Mantel tragen. Theoretisch! Aber bezüglich des Zubehörs könnte ich mich nicht entscheiden.

Erst einmal musste die Breite der Verschlüsse festgelegt werden. Im Bild sind verschieden breite Bänder zum testen aufgesteckt.

Von oben 20 mm, 25 mm und 30 mm. Letztlich habe ich mich für 25 mm entschieden. Die Suche nach einem passenden Leder für die Verschlüsse war auch schwierig. Ich habe mich jetzt für ein steingrau entschieden. Im Moment ist es noch auf dem Postweg. Die Metallringe und Metallknöpfe sind silberfarben.

Zur Verarbeitung habe ich ein paar Fotos gemacht die vielleicht interessant sind.

Die Naht der rückwärtigen Schulterpasse und die Teilungsnähte am Vorder- und Rückenteil werden stufig zurück geschnitten. Dadurch wirkt die Naht nach dem absteppen von der rechten Seite nicht so wulstig.

Die entscheidenden Stellen sind mit meiner Lieblingseinlage verstärkt. Leider habe ich vergessen die Ärmelausschnitte und die Ärmelkugel zu verstärken.

Die Kragennähte werden auseinander gebügelt und dann miteinander schmalkantig vernäht. Normalerweise würde ich hier auch stufig zurück schneiden. Da ich beim Zuschnitt einen Fehler gemacht hatte blieb mir hier aber nur 1cm Nahtzugabe. Das ist zu wenig.

Ein Foto von den eingenähten Ärmeln samt Ärmelfischen folgt noch. Jetzt warte ich geduldig weiter auf die Zubehörteile und setze das Futter ein.

 

Neustart

Leider hatte ich im letzten Jahr auf Grund diverser anderer Hobbys wenig Zeit und Lust zu nähen. Nun wage ich einen Neustart, da mich gerade ein konkretes Projekt fasziniert.

Diesen Mantel habe ich bei meiner Suche nach einem Übergangsmantel bei pinterest gefunden.
HEJ herbst & winter 15/16 - Forum - GLAMOUR:
Sportlich, chic und ausgefallen. Gefällt mir!
Jetzt fehlt noch das passende Schnittmuster. Fündig geworden bin ich bei Burda.
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Daraus lässt sich sicher etwas basteln. Etwas skeptisch bin ich noch wegen der Ärmel. Mit denen komme ich bei Burda immer schlecht zu Recht. Der Stoff ist bestellt und unterwegs.
weich angerauhter Stoff grau meliert

Für die Verschlüsse benötige ich noch ein passendes Leder/Kunstleder in anthrazit. Ich überlege noch ob ich die Ärmelpatches übernehme und/oder die Schulterpasse in Leder mache.

Altes und Neues 

Endlich schafft es auch mein aktueller Lieblingsschnitt in den Blog.

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Das Schnittmuster ist von Trendschnitt. Ich bin mehrere Wochen drum herum geschlichen da er doch recht teuer war. Schließlich habe ich ihn doch über dawanda bestellt und es nicht bereut. Der Schnitt kommt als Mehrgrößenschnitt auf festem Papier mit einer sehr ausführlichen bebilderten Anleitung. Darin waren einige Kniffe die ich so noch nicht kannte.

Und jetzt noch zum Alten. Der Rock darunter ist ein wiederbelebter Schwangerschaftsrock von vor 8 Jahren.

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Ich habe es endlich geschafft den Jerseybund abzutrennen und durch einen Sattel aus einem Stoffrest des Originalstoffes zu ersetzen. Übrigens ein wunderschöner Tweed aus Wolle und Seide vom ersten Stoffmarkt meines Lebens in Maastricht vor über 10 Jahren. Die Schnittidee ist aus einer alten Patrones. Umgesetzt habe ich ihn auf der Basis meines Grundschnittes.

Und hier der Link zum MMM.

Chloe aus La Maison Victor

Schon länger stand dieser Mantel auf meiner Wunschliste. Allein die Stoffauswahl bereitete mir Schwierigkeiten.

Die Versionen aus Strickstoff, die ich im Internet gefunden habe, waren nicht überzeugend. Also musste etwas festeres her. Und nachdem ich diese Version gesehen hatte war klar es müssen Kunstlederärmel dran.


  

Der gemusterte Stoff ist ein Coupon vom Stoffmarkt in Lüttich und das Kunstleder auch. Das Kunstleder war mit 18€ kein Schnäppchen, hat aber während der Verarbeitung durch seine Qualität überzeugt. Ein bisschen ärgert es mich das ich nicht mehr davon gekauft habe. So ein Lederrock in dunkelblau würde mich noch reizen.Ich trage meine Chloe sehr gern. Sie bietet genau die richtige Mischung zwischen Sommer- und Wintermantel.

 

Mein Sommerjäckchen…

…im Herbst.

Genäht habe ich die Jacke nach dem Besuch der Lagerfeld-Ausstellung in Bonn. Näheres zur Verarbeitung nach meiner Ruck Zuck Methode habe ich hier geschrieben. Der Schnitt ist aus einer “Meine Nähmode” älteren Datums.

Die Jacke ist ein echter Alleskönner. Sie passt zur Jeans genau so gut wie zum Kleid.

Mehr selbst genähtes gibt es hier.

 

Ein Chaneljäckchen ist keine Zauberei

Im Sommer war ich in der wunderbaren Begleitung von Andrea und Susanne in der Lagerfeldausstellung in Bonn.

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Die Ausstellung ist ja in einigen Blogs hoch gelobt wurden. Ich fand sie gut, aber nicht überragend. Die Modelle konnte man sich relativ gut auf den Puppen anschauen. Ich persönlich hätte gern ein paar Fotos am Model gesehen. Und wenn möglich auch die dazu gehörigen Skizzen. Insgesamt war ich über die gute, aber nicht herausragende Verarbeitung erstaunt. Das hat mir Mut gemacht, das mir ein “Chaneljäckchen” auch akzeptabel gelingen könnte.

Einige kennen sicher das Buch von Claere Schaeffer zu diesem Thema. Natürlich habe ich es auch hier liegen und gelesen. Insgesamt war mir diese Art der Fertigung aber zu aufwendig. Für alle denen es ähnlich geht, habe ich den Werdegang der Jacke mit Fotos dokumentiert.

Mein Stoff ist von Linton Fabric. Die haben eine sehr schöne Auswahl und eine gute Qualität. Das Ganze nicht zum Schnäppchenpreis, aber es lohnt sich mal rein zu schauen. Die Lieferung erfolgte rasend schnell. Da kann sich so mancher deutscher Shop eine Scheibe abschneiden.

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Mein Schnittmuster ist aus “Meine Nähmode” . Ich habe den Schnitt schon einmal genäht und wusste das er gut sitzt.

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Alles feststecken und zuschneiden. In meinem Fall ist der Schnitt schon incl. 1,5 cm Nahtzugabe.

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Da der Stoff sich schlecht mit Kreide markieren lässt habe ich einfach einen goldenen Lackstift genommen. Das Ganze verschwindet ja eh in der Nahtzugabe.

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Danach werden die Armkugel,

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die Armausschnitte,

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Halsausschnitte und vorderer Ausschnitt/Revers mit Einlage verstärkt. Ebenso die Schulternähte.

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Futter in der selben Größe zuschneiden und einfach per Sprühzeitkleber (gibt es im Patchworkbedarf) auf den Stoff aufkleben.

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Ich lege das Futterteil auf die Stoffrückseite, klappe eine Hälfte nach oben und sprühe den Kleber auf. Die Randbereiche lasse ich frei. Da es sich um einen Sprühzeitkleber handelt braucht man da aber nicht so genau zu sein. Sollte der Futterstoff zu nah an der Nahtzugabe kleben kann man ihn ohne Probleme wieder abziehen. Nun den Futterstoff faltenfrei wieder auflegen und genau so mit der anderen Hälfte verfahren.

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Jetzt im Abstand von 4 cm zu den Nahtzugaben und 6 cm zum Saum Futter und Stoff mit Steppnähten verbinden. Das gibt dem Stoff mehr Stabilität.

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Mit eine Stichlänge von 5 mm funktioniert das gut.

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Wenn vorhanden ist ein Obertransportfuß nützlich.

 

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Ich beginne in der Mitte und arbeite dann abwechselnd zu den Seitennähten hin. Das mache Ganze mache ich einfach frei Hand.

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Später sind die Nähte auf dem Oberstoff kaum zu erkennen.

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So sehen die fertig gesteppten und gebügelten Teile aus.

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Jetzt die Nähte des Oberstoffes stecken und nähen. Hier ist es jetzt wichtig das nicht zu nah an der Nahtzugabe Futter und Oberstoff zusammen gesteppt wurden. Sonst reicht der Platz nicht für die Naht.

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Naht auseinander bügeln.

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Eine Hälfte des Futters glatt auf die auseinander gebügelten Nahtzugaben des Oberstoffes klappen und bügeln.

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Die Nahtzugabe der zweite Hälfte des Futters einschlagen, auf die erste (nicht eingeschlagene) Futterhälfte legen und fest stecken. Das Ganze auch wieder bügeln.

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Die Futternaht jetzt per Hand schließen. Das hört sich nach viel Arbeit an, läuft aber ganz gut wenn man einmal angefangen hat. So wird mit allen Nähten verfahren.

Von den vorderen Ausschnittnähten habe ich leider keine Fotos. Im Prinzip werden sie wie die Saumnähte gearbeitet.

Je nach Stoff und Schnitt kann es nötig sein in der Ärmelnaht einen Vliesstreifen zur Unterstützung der Form einzuarbeiten. Dann den Ärmel einsetzten und die Futternähte schließen.

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Auch der Saum wird mit einem Einlagestreifen verstärkt.

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Oberstoff in der passenden Saumlänge um bügeln. Futter passend kürzen.

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Futtersaum einschlagen, fest stecken und bügeln. Saumnaht auch per Hand schließen.

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Auch die Ärmelsäume werden genau so gearbeitet.

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Jetzt alles noch einmal ausbügeln und voila, fertig ist mein Chaneljäckchen. Wer mag kann die vorderen Ausschnitte noch mit Borte usw. verzieren.

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Wintermantel Teil 5 – Hilfe!

Würde mich beim nächsten mal bitte jemand warnen falls ich noch einmal auf die Idee komme einen Wintermantel zu nähen! Diese Stoffmassen und dieses sich in die Länge ziehende nähen sind nichts für mich. Seit dem 6. Dezember blockiert dieses Teil mein Nähzimmer.
Jetzt ist er fast fertig und nun stellt sich die Frage nach den Knöpfen. Laut Schnittmuster wird Durchmesser 25mm verlangt. Ich habe sie mal probeweise angesteckt. Sind die groß genug oder wären 28er besser? Bitte helft mir!

Wintermantel Teil 4

Es ist Wochenende und ich kann endlich an dem Mantel weiter arbeiten. Die Klimamembran kam Anfang der Woche. Aber das Material hat nicht überzeugt. Ich denke ihn normal mit Futterstoff zu unterlegen reicht. Mein Alltag ist eigentlich ein ständiger Wechsel zwischen Auto und Kundenwohnung, da reicht das sicherlich. Sollte ich doch längere Zeit bei frostigen Temperaturen draußen verbringen habe ich noch einen Daunenmantel.

Dies ist der momentane Zwischenstand.

Ich finde den Sitz ganz ok. Es fehlen noch die Schulterpolster und die Seitennähte und Schulternaht sind nur geheftet.

Wintermantel Teil 3

An das Thema Einlage musste ich noch einmal ran. Julia riet dazu sie zu vergrößern um mehr Stabilität zu erreichen.
Das Futter ist auch schon zugeschnitten und zum Teil zusammen genäht.
Viel weiter komme ich nicht, da mir die Klimamembran für dazwischen fehlt. Laut Sendungsverfolgung müsste sie eigentlich morgen eintreffen. Dann kann es weiter gehen.

Wintermantel Teil 2

Da niemand vorbei gekommen ist um die Einlage zu zuschneiden und aufzubügeln musste ich das heute doch tatsächlich selbst machen. Auch auf die Heinzelmännchen ist kein Verlass mehr. Dabei wäre ich sicher nicht aufgestanden um nachzusehen was sich da des Nachts im Nähzimmer abspielt.

So sieht das Ganze jetzt aus.

Das Vorderteil ist noch ohne Einlage. Es erscheint mir doch zu viel wenn Oberstoff und Beleg mit Einlage versehen sind. Außerdem würde ich gern noch die Lieferung der Klimamembran abwarten. Die soll ja auch noch dazwischen.

Als kleinen Ausblick noch ein Bild vom Futterstoff. Der muss morgen dran glauben. Jetzt versuche ich mich zu Übungszwecken erst einmal an einem Sauerbraten.