Ein Herbstkleid im Frühling

Ein weiters Kleid nach meinem Grundschnitt ist entstanden. Die Ärmel sind entsprechend Julias Tipp noch einmal überarbeitet. Im Zuge dessen hatte ich die Schulterbreite um 0,8cm vergrößert. Ich denke das war zu viel. Das mit der englischen Naht war etwas knifflig, aber ich finde es ganz ok. Leider ist der Jersey für einen Romanit sehr labberig und ich habe mal wieder vergessen die Ärmelnaht zu bügeln. Das Kleid gibt es genau so noch einmal in schwarz, aber auch dieses werde ich wohl erst wieder im Herbst tragen können.

Wunsch erfüllt!

Schon oft habe ich mit diversen nähenden Damen über den Mangel an käuflich zu erwerbenden Unterkleidern diskutiert. Und jedesmal dachte ich mir, wie wäre es mit selber nähen. Im Zuge des fertigen Grundschnittes tauchte diese Überlegung wieder auf. Also habe ich Stift und Lineal geschwungen und flott einen Unterkleiderschnitt konstruiert. Das war nicht so schwer, schließlich ist so ein Unterkleid nicht besonders passformsensibel.
Da ich mich während meiner Nähkariere auch schon dem Dessous nähen gewidmet habe war im Lager doch tatsächlich alles vorhanden um direkt los zu legen. Ehrlich gesagt hat es sogar für drei Kleider gerreicht.

Mit Zuschnitt ist ein Kleid in einer Stunde fertig. Warum habe ich das nicht schon eher gemacht?

 

Ärmel, Ärmel, Ärmel

Mit den konstruierten Ärmeln war ich hier ja nicht so zufrieden. Also habe ich gestern einige Zeit mit meiner Schnittkonstruktionsliteratur verbracht. Das heißt 5 Konstruktionsbücher, 1 Notitzheft und Stifte folgten mir im Tagesablauf durchs Haus. Als Ergebniss daraus habe ich einen neuen Ärmel nach dem Buch “Schnittentwicklung” von Dennic Chunman Lo konstruiert. Ich finde da den Zusammenhang zwischen Armkugelhöhe und -weite gut erklärt. Leider gibt es keine Infos zu den Passzeichen und der Verteilung der Einhalteweite. Das habe ich mir aus dem Hofenbitzer-Buch heraus geholt.

Am linken Arm ist der Ärmel nach Aldrich und am rechten Arm der nach Lo. Leider schweigt sich Aldrich auch zur Verteilung der Einhalteweite aus und ich habe das mal nach Gefühl probiert. Ich finde es sieht nicht gut aus.
Den Ärmel nach Lo fand ich etwas besser, aber auch nicht gut.

Irgendwie beschlich mich das Gefühl die Verteilung der Einhalteweite könnte die Lösung bringen. Ich habe erneut einen Ärmel nach Aldrich konstruiert. Die Einhalteweite nach Hofenbitzer verteilt und das Ergebniss finde ich ganz gut. Leider hat der Stoff nur für einen kurzen Ärmel gerreicht.

Ich kann mich gut mit dem Ärmel bewegen. Auf dieser Basis wird es das nächste Kleid geben.

Erste Ergebnisse

Das erste Kleid nach dem selbst erstellten Grundschnitt ist fertig und tragbar. Es gibt noch ein paar Punkte die ich beim nächsten Kleid ändern muss. Aber erst einmal gibt es Bilder.


Meine Mängelliste:
– Kleid ist noch nicht richtig gebügelt
– Brustabnäher müssen in der Seitennaht noch etwas tiefer gesetzt werden
– Armkugel ist zu niedrig
– zu viel Einhalteweite in der Armkugel
– Ärmel könnten etwas weiter und länger

Aber für den Anfang finde ich es nicht schlecht. Da kann ich mit Sicherheit drauf aufbauen.

Kleidergrundschnitt I

Das Drama geht weiter, den mein eigentliches Ziel ist ein Kleiderschnitt. Den Oberteilgrundschnitt habe ich in den letzten Wochen nach Aldrich konstruiert und Michou gab der ganzen Sache bei einem sehr kurzweiligen Nähkränzchen den letzten Schliff. Dabei stellte sich auch heraus das meine Taille viel weiter oben sitzt als gedacht. Also musste ich den Rockgrundschnitt auch überarbeiten. Und nun Fotos!

Die Hüftkurve beult noch ganz leicht. Im Rücken könnte das Oberteil einen ticken kürzer. Die Abnäher von Oberteil und Rock treffen nicht aufeinander. Das hatte ich im Konstruktionseifer nicht überprüft. Die Frage ist nur verschiebe ich die vom Oberteil oder die vom Rockteil. Hals- und Armausschnitte sind noch incl. NZG und deshalb etwas eng. Eventuell könnte im Oberteil noch 0,5cm aus den Seitennähten raus gelassen werden. Alles in allem schon ganz gut. Manches liegt vielleicht auch am fehlenden Unterkleid.

So, konstruktive Kritik und Tipps sind wie immer erwünscht.